Atemschutzausbildung
Atemschutzgeräteträgerausbildung
KBI Karl Hahn, KBM Josef Neß und Alexander Kiesl gratulierten den 8 neuen Atemschutzgeräteträgern zur bestandenen Prüfung.
8 Atemschutzgeräteträger aus 6 Feuerwehren legten erfolgreich Prüfung ab
Sie dringen in verrauchte Gebäude ein, aus denen andere Menschen eilig flüchten, stehen bei der Brandbekämpfung stets in vorderster Linie und werden nicht zu unrecht als Eliteeinheit der Feuerwehr bezeichnet: Die Rede ist von Atemschutzgeräteträgern, welche bereits zu Beginn ihrer umfangreichen Ausbildung neben der unverzichtbaren körperlichen Fitness auch ein enormes Basiswissen im Hinblick auf sämtliche Aspekte der Brandbekämpfung vorweisen müssen.
Sieben Feuerwehrmänner und eine Feuerwehrfrau aus den Feuerwehren Adlkofen, Altdorf, Altheim, Ergolding, Veitsbuch und Piflas absolvierten in den vergangenen Wochen diesen anspruchsvollen Lehrgang.
Der verantwortliche Fachausbilder, Kreisbrandmeister Josef Neß, der die 42. Atemschutzgeräteträgerausbildung im Brandbezirk Mitte leitete, zeigte sich in seinem abschließenden Resümee begeistert von gezeigten Leistungen und den durchwegs sehr guten Ergebnissen der vorgenommenen Prüfung. Er erinnerte aber auch gleichzeitig daran, dass nach der nunmehr erfolgten Lehrgangsbestätigung eine lange Zeit des Lernens und des Sammelns von Erfahrungen beginne. Durch die stetige Teilnahme an Aus- und Fortbildungen, Einsätzen und Übungen können die Atemschutzgeräteträger ihr Wissen nochmals vertiefen und darauf aufbauen.
Die theoretische Ausbildung, die durch Kreisbrandmeister Josef Neß, Kreisbrandinspektor Karl Hahn, 2. Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Ergolding Alexander Kiesl und Karl Gruber durchgeführt wurde beschäftigte sich vor allem mit wichtigen Grundkenntnissen über den Atemschutz sowie den Aufbau, die Handhabung, Instandhaltung und Pflege der Atemschutzgeräte.
Neben der Vermittlung von fachlichem Wissen, das für ein effektives Vorgehen im Einsatz unerlässlich ist, standen vielfältige praktische Übungen auf dem Programm. Im Rahmen der so genannten Gewöhnungsübung werden die Feuerwehrleute zunächst im Umgang mit der etwa 16 Kilogramm schweren Atemschutzausrüstung vertraut gemacht - ein voll ausgerüsteter Atemschutzgeräteträger ist im Ernstfall mit bis zu 40 Kilogramm an zusätzlichem Gewicht beladen. Zudem kommt ein Gang durch die Atemschutzübungsstrecke in der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut, der für alle Teilnehmer ein Pflichtbestandteil dieser Ausbildung darstellt. Einen weiteren Schwerpunkt bildete eine Übung unter annähernd realen Einsatzbedingungen im Feuerwehrgerätehaus Ergolding, deren Ziel es war, eine vermisste Person aus einem "brennenden" Gebäude zu retten. Im Praxisteil wurden zudem Erste-Hilfe-Maßnahmen, Personenrettungen, das Verwenden der Wärmebildkamera sowie das sachgerechte An- und Ablegen von Atemschutzgeräten trainiert.
Einen besonderen Dank sprach Kreisbrandmeister Josef Neß Hahn allen Teilnehmern, Ausbildern und Prüfern für ihre geopferte Freizeit sowie der Freiwilligen Feuerwehr Ergolding für und das zur Verfügungstellen von Fahrzeugen, Gerätschaften und Räumlichkeiten aus.
Auch Kreisbrandinspektor Karl Hahn gratulierte den Teilnehmern zur bestandenen Prüfung und dankte für die Bereitschaft, in der Freizeit Feuerwehrdienst zu leisten. Zudem betonte er, dass dieser Lehrgang nur die Basis sei, die notwendige Erfahrung kann erst im reellen Feuerwehreinsatz gewonnen werden.
Glückwünsche zur bestandenen Prüfung sprach auch Alexander Kiesl, zweiter Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Ergolding aus.
Am Ende übergaben Kreisbrandinspektor Karl Hahn und Kreisbrandmeister Josef Neß allen die begehrte Lehrgangsbestätigung. Bei einem gemeinsamen Essen ließ man den Abend gemütlich ausklingen.
Text: Michael Bruckmoser
Theoretischer Unterricht zum Thema Atemschutzgeräteträger
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