CSA-Ausbildung
Standort-Lehrgang für Chemikalien-Schutzanzugträger absolviert - Mit Kompetenz gerüstet für die Gefahrguthaverie
Acht Teilnehmer aus den Reihen der Atemschutzgeräteträger der Freiwilligen Feuerwehren Ahrain, Niederaichbach und Ergolding unterzogen sich einem achtstündigen Lehrgang für Chemikalien-Schutzanzugträger. Hier wurde bei der Auswahl der Teilnehmer auf die funktionsausgerichteten Aufgaben der drei Feuerwehren im Gefahrguteinsatz (Erstmaßnahmen, Stoffidentifizierung/Messen und Dekontaminierung) mit besonderer persönlicher Schutzausrichtung wertgelegt.
Im Detail vorgestellt wurden die zusätzlichen Belastungen, die ein CSA-Träger auf sich nehmen muss, wenn er zu einem Gefahrguteinsatz alarmiert wird. Dies sind das zusätzliche Anzuggewicht von 8 kg, eine weitere Einengung des Gesichtsfeldes, eine Einschränkung der Verständigungsmöglichkeiten und die begrenzte Beweglichkeit durch das Luftpolster. Dazu kommen die psychologischen Phänomene wie Beklemmung und Stress. Letztendlich beeinträchtigen diese Faktoren die körperliche Leistungsfähigkeit und den Körperwärmehaushalt, so dass eine maximale Einsatzzeit von 20 Minuten möglich ist.
Die Lehrgangsteilnehmer erwarben Kenntnisse über das neue Global harmonisierte System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien (GHS). Es ist ein weltweit einheitliches System zur Einstufung von Chemikalien sowie deren Kennzeichnung auf Verpackungen und in Sicherheitsdatenblättern.
Im praktischen Ausbildungsteil galt es, das richtige Anlegen eines CSA mit Helfer-Unterstützung durchzuführen, die speziellen Einsatzgrundsätze anzuwenden, das Verhalten im Notfall zu beherrschen und dass Ablegen des CSA nach vorhergehender Grobdekontamination mit der Zwei Helfer-Methode einzustudieren. All diese Lernschritte wurden in einer realitätsnahen Stationsausbildung mit vorhandenen Simulationsarmaturen und Gefahrgututensilien geübt.
Den Abschluss des Lehrganges bildeten Verständnisfragen zur Thematik CSA, die der Ausbilder, Oberlöschmeister Kiesl Alexander an die Teilnehmer stellte.
Kreisbrandmeister Ness Josef und Mitausbilder Kommandant Huber Thomas bedankten sich bei der Überreichung der Teilnahmebestätigungen bei den Feuerwehrmännern, Czeyka Michael, Nuhn Dietmar, Pietschmann Markus, Zehentbauer Martin, Schüll Ulrich, Reichersammer Maximilian, Reinwald Tobias und Ness Dominik für ihre Bereitschaft, dieses zusätzliche und anspruchsvolle Ausbildungsmodul für Atemschutzgeräteträger auf sich genommen zu haben und gab auch zu verstehen, dass Einsätze mit Gefahrgut im Einsatzspektrum sehr gering seien. Ferner verwies er auf die Dringlichkeit von Fortbildungen unter Einsatzbedingungen hin, wie es die Feuerwehrdienstvorschrift einmal pro Jahr vorsieht.



