Einweihung des HLF 20/16

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„Florian Ergolding 40/1“ einsatzbereit und eingeweiht – im September2009 übergab Ergoldings Bürgermeister Josef Heckner symbolischen den Schlüssel für das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20/16 (kurz: HLF 16) an den Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Ergolding, Thomas Huber und seinen Stellvertreter Günter Deller.

Der Fahrzeugübergabe ging eine feierliche Abendmesse in der Pfarrkirche Mariä Heimsuchung voraus. Die Floriansjünger erbaten sich dabei stets unfall- und verletzungsfreie Einsätze. Der Männerchor unter der Leitung von Robert Drexler übernahm die musikalische Gestaltung und gab am Ende des Gottesdienstes erstmals die extra eingeübte bayerische Feuerwehr-Hymne zum Besten. Nach dem gemeinsamen Fußmarsch zum Bürgersaal ergriff zunächst Ergoldings Bürgermeister Josef Heckner das Wort. Er blickte anfänglich auf das Jahr 1880 zurück, als die Freiwillige Feuerwehr erstmals eine „Löschmaschine“ erhielt. Die Ausrüstung bestand damals aus einer Saug- und Druckpumpe, allerhand Schläuchen und verschiedenen Leitern, so berichtete Bürgermeister Josef Heckner. Die Zeiten in denen solch einfache Gerätschaften genügten, sind natürlich längst vorbei. Die Anforderungen an die Wehr haben sich seit damals stark gewandelt. Die Feuerwehr definiert sich heute nicht nur als Organisation zur Verhütung und Bekämpfung von Bränden, sondern auch zur Vermeidung von Wasserschäden und zur Hilfeleistung bei Unfällen. Die Freiwillige Feuerwehr Ergolding verfügt zu deshalb über ein Tanklöschfahrzeug 24/50, ein Löschfahrzeug 16/12, ein Mehrzweckfahrzeug, sowie einen Ölschadensanhänger und einen Verkehrssicherungsanhänger. Das in die Jahre gekommene Löschfahrzeug 16/8, das die Wehr im Jahre 1978 erhalten hat, wird durch das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20/16 ersetzt. „Mit der Beschaffung dieses hochmodernen Fahrzeuges kann die Feuerwehr bei künftigen Hilfeleistungseinsätzen, etwa Verkehrsunfällen, Unwetterschäden oder Gefahrgutunfällen sowie bei Brandeinsätzen noch wirkungsvoller Hilfe leisten.“, erklärte Bürgermeister Josef Heckner. Die Beschaffung des neuen Fahrzeuges war ein lang gehegter Wunsch, der erstmals im Jahr 2002 an den Markt Ergoldinger herangetragen wurde. Auf Antrag der Feuerwehr (vom Oktober 2005) wurden vom Marktgemeinderat im Januar 2006 Haushaltsmittel für die Anschaffung des HLF 20/16 bereitgestellt und die nötigen Förderanträge gestellt. Im März 2008 konnte schließlich die europaweite Ausschreibung erfolgen und im Juli 2008 die Aufträge erteilt werden. Der Markt Ergolding braucht die Kosten für das neue Fahrzeug - insgesamt 404.000 Euro - aber nicht alleine zu tragen. Der Landkreis Landshut übernimmt 42.000 Euro und der Staatszuschuss beträgt 137.000 Euro, so dass auf die Gemeinde letztlich nur 267.000 Euro entfallen. Es folgte die Schüsselübergabe an die beiden Ergoldinger Kommandanten Thomas Huber und Günter Deller, sowie die Enthüllung des neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug. Mit Musik, einem kleinen Feuerwerk im Hintergrund und jeder Menge Rauch wurde das neue HLF 20/16 der Öffentlichkeit präsentiert. In seinem Grußwort dankte Landrat Josef Eppeneder den Feuerwehrkameraden, die ihren Mitbürgern in der Gefahr selbstlos beistehen und sich voll und ganz der Feuerwehr verschrieben hätten. „Wer sich so der Feuerwehr verschrieben hat wie sie, für den ist die Feuerwehr ein Stück Heimat.“, so Landrat Josef Eppeneder. Für ihn gebe es - ob der hervorragenden Jugendarbeit - auch keinen Grund zur Sorge über den Fortbestand der Feuerwehr. Kreisbrandrat Georg Gerner nannte bei seinem Grußwort die Feuerwehr ein „unverzichtbares Element“ in der Gemeinde und Gesellschaft und führte schließlich die vielfältigen Gründe für eine Mitgliedschaft in der Feuerwehr aus. Wie schon sein Vorredner, Landrat Josef Eppeneder, wünschte auch Kreisbrandrat Georg Gerner den Ergoldinger Feuerwehr Kameraden, dass sie stets gesund von ihren Einsätzen zurückkehren mögen. Cornelia Ziegler-Schildknecht von der Firma Ziegler (die für Fahrgestell und Beladung verantwortlich zeichnete) ließ es sich nicht nehmen, das neue Feuerwehrfahrzeug gebührend zu taufen. Ähnlich einer Schiffstaufe ließ sie – zum Erstaunen der Gäste - eine Sektflasche am neuen Feuerwehrfahrzeug zerbersten und wünschte damit „Allzeit gute Fahrt“. Zusätzlich übergab Cornelia Ziegler-Schildknecht ein Erinnerungsfotos von der Fahrzeugübernahme im Werk sowie einen Scheck für die Vereinskasse an Kommandant Thomas Huber. Den beiden Geistlichen Professor Dr. A. Bruno Lutumba Komba und Joachim Leßmann war es schließlich vorbehalten das neue Feuerwehrfahrzeug zu segnen und es damit bei Übungen und Einsätzen unter Gottes Schutz zu stellen. Als letzter ergriff Kommandant Thomas Huber das Wort und bezeichnete das neue Fahrzeug als „High-Tech-Gerät allererster Güte“. Er gaben den Blick hinter die Kulissen frei und beschrieb unter anderem den Werdegang des Fahrzeuges von der Planung bis zur Auslieferung. Er dankte dabei neben seinem Stellvertreter Günter Deller auch den beiden Gerätewarten Andreas Schmid und Alexander Kiesl, die viel Zeit in die Erstellung eines Anforderungskataloges für das Fahrgestell und den Aufbau sowie die Auswertung technischer Defizite am alten Fahrzeug steckten. „Mit diesem neuen Einsatzfahrzeug werden das Leistungsvermögen und die Einsatzstärke der Feuerwehr in der Gemeinde und darüber hinaus deutlich erhöht.“, bilanzierte Thomas Huber. Unter den Gästen waren neben den Gruß-Rednern auch die Landtagsabgeordnete Gertraud Goderbauer, Bezirksrat Anton Deller, die stellvertretende Bürgermeisterin Anette Kiermeier sowie zahlreiche Gemeinderäte. Außerdem besuchten auch Kreisbrandmeister Karl Hahn, die Kommandanten der Feuerwehren Piflas, Oberglaim und Altdorf sowie eine Abordnung des THW Ergolding den Festabend. Von der Markt-Verwaltung waren Ludwig Baumann und Sieglinde Holzer zur Fahrzeugübergabe gekommen.

Bericht: Thomas Gärtner