Auffe - obe! (aufwärts - abwärts)
Fahren?
Ja fahren kann ja wohl Jeder der einen Führerschein hat!
Das ist der Gedanke, den Viele zu Recht(?) äußern!?
In der Fahrschule, egal ob PKW, LKW oder Bus fährt man ja sowieso immer auf befestigten Straßen.
Um besser mit dem Fahrzeug umgehen zu können werden Sicherheitstraining auf abgesperrten Plätzen bzw. Flächen abgehalten.
Hier lernt man das Fahrzeug in schwierigen und plötzlich auftretenden Gefahrensituationen weiterhin sicher zu beherrschen.
Je größer das Fahrzeug wird, je gefährlicher die Verhältnisse bzw. der Untergrund wird, desto mehr ist der Fahrer gefordert.
Bei uns als Feuerwehr kommt neben der Ortsgegebenheit auch noch der Stress, das Adrenalin, die Anforderung und noch Vieles mehr hinzu.
Es werden auch für uns und unsere Großfahrzeuge Sicherheitstrainings angeboten.
Neben diesen Schulungen gibt es aber auch noch Geländefahrsicherheitstrainings.
So auch letztes Wochenende.
Insgesamt acht Feuerwehrdienstleistende, fünf aus Ergolding, einer aus Piflas und zwei Kameraden aus Essenbach machten sich am Samstag früh auf den Weg in die Gäubodenkaserne nach Straubing.
Nach Empfang durch Ausbildungsleiter Angelo Bozzi ging es zunächst ins Unterrichtsgebäude für eine kurze theoretische Einweisung.
Anschließend ging es mit den Fahrzeugen zunächst innerhalb auf den ersten Parcours.
Einen wenden der Fahrzeuge auf kleinstem Raum schloss sich eine Überfahrt von Eisenbahngleisen an.
Hier kamen schon die ersten Fahrzeuge an ihre Grenzen. Die Höhe des Verteilergetriebes aber auch des Auspuffs spielten hier eine große Rolle.
Anschließend ging es an die ersten Berg- und Talfahrten.
Auch wenn das von außerhalb des Fahrzeuges für nicht als spektakulär empfunden wurde, ist vom Fahrersitz aus ein ganz anderer Blickwinkel voraus.
Ein Fahren in den Himmel, so scheint es wenigstens, da man die Straße vor sich nicht mehr sieht, bringt schon etwas Unwohlsein.
Ein Vor- und Rückwärtsanfahren am Berg waren die letzten Übungen vor der Stärke der Teilnehmer.
Nach dem „feldmäßgen“ Essen auf der Ladebordwand des Essenbacher Versorgers ging es anschließend auf den Standortübungsplatz Feldkirchen-Metting.
Das Gelände wurde „artgerecht“ für Bundeswehrfahrzeuge mit bis zu 8x8 Antrieb angerichtet.
Sämtliche vorgaben konnten von unseren Feuerwehrfahrzeugen natürlich nicht erfüllt bzw. abgefahren werden, aber die für uns möglichen Hindernisse wurden von Allen, wenn auch teilweise mit Magenschmerzen durch- bzw. abgefahren.
Waldwege, die beim bloßen Anblick schon ein Kopfschütteln hervorrufen würden, wurden mit Hilfe von Ausbildungszeiten Bozzi zu seiner Zufriedenheit bezwungen.
Das Fahrzeug in Schräglage war für ALLE Teilnehmer eine ungewohnte Fahrzeugbewegung.
Von außen sicherlich nicht so „gefährlich“ als vom Fahrersitz aus.
Ein Stangenwald beendete den kurzweiligen, interessanten, schönen und spaßigen Tag.
Am Ende stand noch ein kleines „Reinemachen“ der Fahrzeuge an.
Ein sicheres und sauberes Heimfahren war somit gewährleistet.
Ausbildungsleiter Angelo Bozzi zog mit den Teilnehmern Resume ehe es an die Aushändigung der Teilnahmebescheinigungen ging.
Eine erneute Teilnahme wurde seitens der Feuerwehr bereits schon wieder zugesichert.
Diese Ausbildung sollte ein MUSS für JEDEN Kraftfahrer / Maschinisten sein.
Danke Angelo für Deine Geduld, Tipps und Info´s.
Somit wurde die Feuerwehr wieder ein Stück sicherer gemacht.